Haus Grünthal, 200 Jahre Geschichte...

Schon 1820 wurde das Haus Grünthal als Posthalterstelle, Gasthaus, Pension und Bauernhof gebaut.

Ein stolzes Haus

Das imposante Anwesen...

...bestand aus dem Haupthaus (1) mit einem Anbau (2) der einen mit Zinnen bewehrten Giebel auch heute noch aufweist, einem Gebäude (3) entlang der heutigen B58 mit einem Tanzsaal im Obergeschoß und Stallungen im Untergeschoß, einem weiteren Wirtschaftsgebäude (4), und einem Pferdehaus mit Betriebsleiterwohnung (5) orthogonal grenzend an die heutige B58.

Außerdem wurde ein herrlicher barocker Selbstversorger Garten mit Buchsbaumhecken und parkähnlichen Kreuzgängen angelegt. Die Kreuzungen waren eindrucksvoll mit Wegkreisen, die jeweils mit einer Solitärpflanze geschmückt waren, angelegt.

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Den 1. Weltkrieg...

...hat das Haus ohne große Blessuren überstanden...

Erster Weltkriegssoldaten vor dem Haus Grünthal

Der zweite Weltkrieg noch entsätzlicher

Auszug aus dem Kartaster von 1821...

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Luftaufnahme von 1926

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Im zweiten Weltkrieg jedoch...

... entstanden Zerstörungen, die einen Wiederaufbau nur noch teilweise erlaubten.

Während das Haupthaus nebst Anbau im 2. Weltkrieg nahezu unbeschädigt blieb, sind die anderen Gebäudeteile stark beschädigt worden. Der vermutliche Grund liegt möglicherweise darin, dass die Alliierten aus Süd-West angriffen und damit das Haupthaus fast vollständig in einem Schussschatten aus den anderen Gebäuden lag. In jedem Fall war diese Kreuzung auf das heftigste umkämpft.

Der Tanzsaal, ursprünglich mit einem Walmdach und einem Turm sowie Kirchenartigen fenstern versehen, wurde bis auf die Grundmauern zerstört und in den 50er Jahren bis auf die Fundamente abgetragen. Grabungen haben ergeben, dass Fundamente und Kellerwände nach wie vor vorhanden und intakt sind.